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ELLE 07/2004

In der virtuellen Welt gibt es sehr romantische Orte. An denen man richtig gute Männer treffen kann. Drei Frauen erzählen.

Eigentlich waren sie immer da. Ob wir wollten oder nicht. Sie liefen auf dem Pausenhof rum, saßen im Unicafé und waren auf jedem Fest. Die Jungs. Schöne und hässliche. Nette und Nervensägen. Alle unverheiratet. Überall potentielle Männer fürs Leben. Doch, ganz unmerklich, triff6tt man genau die immer weniger. Am Arbeitsplatz gibt es nur begrenzt Auswahl. Auf Partys muss man erst mühsam herausfinden, wer mit wem gekommen ist. Und die Freunde von Freunden kennt man auch irgendwann alle. Und darum flirren sieben Millionen Singles durch die Republik und versuchen herauszufinden, wo die besten Treffpunkte sind. Immer mehr von ihnen bewegen sich auch durch das World Wide Web. Die Wahrscheinlichkeit, dass gute Männer vor Rechnern sitzen, statt zufällig neben einem in der Bar zu stehen, scheint immer größer zu werden. Wie man sich richtig einloggt, einander im virtuellen Raum begegnet und wie man merkt, dass an einem anderen Computer der Richtige sitzt - ELLE befragte drei Frauen, die gute Erfahrungen gemacht haben.

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Alles Wow?
VOGUE BUSINESS Frühling/Sommer 2003

Turbo-Kapitalismus statt Vorzeige-Kommunismus. Wie lebt es sich eigentlich in der Super-City des 21. Jahrhunderts"

Wenn BB nach ein paar Wochen Geschäftsreise rund um den Globus zurück nach Shanghai kommt, kann es passieren, dass sie sich in ihrer Heimatstadt verirrt. In der City der Superlative werden ganze Stadtteile in Windeseile platt gemacht und protzige Dallas-Fassaden hochgezogen. Doch BB liebt diese Veränderung. Sie beobachtet sie aus der Vogelperspektive. Durch ein Fernrohr blickt sie von den Panoramafenstern ihres Apartments im 88-stöckigen Jin Mao Tower auf die gegenüberliegende Seite des Flusses. Ihr Zuhause ist Teil der Bladerunner-Kulisse des futuristischen Stadtteils Pudong. Von hier aus hat BB den Überblick auf die geschichtsträchtige Fassade der aus Art-Deco, Neoklassizismus und Chicago-Style zusammengewürfelten Prachtmeile des "Bund", wie die alte Uferpromenade seit den hey-days Shanghais heißt.

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Just Do It!
ELLE 10/2002
Stell dir vor, es ist Wahl und keiner geht hin. Wer wirklich nicht hingeht, sind die Frauen unter 35. Das ist schade. Doch an Desinteresse liegt das nicht, denn es gibt immer mehr junge Frauen, die sich andere Wege suchen, etwas zu bewegen. Abseits der Parteien. ELLE-Autorin Anke Kotte stellt vier Frauen vor, die was tun, ohne auf ein Mandat zu warten.

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Shanghai Girls - Mian Mian
MAXI 09/2001

Mian Mian ist das Pseudonym der fragilen, gerade einmal 1,50 Meter großen Shen Wan. Sie beschreibt Sex und Gewalt in der chinesischen Gesellschaft. Sie beschreibt die Sucht nach Entertainment, die die Kids der Millionenstädte durch die Nacht treibt. Die 30-jährige mit dem Porzellangesicht und dem melancholischen Blick ist die Chronistin des Chinas der Zukunft, das Shanghai gerade zur angesagtesten Stadt Asiens macht.
Vorehelicher Sex, One-night stands, Affären, Drogensucht und Selbstmordversuche passen nicht in das Bild, das das offizielle China von sich zeigt. Doch der enorme Erfolg, den Mian Mian mit ihrer Kurzgeschichtensammlung LaLaLa (in Deutsch bei KiWi erhältlich) und ihrem mittlerweile verbotenen Roman Candy hatte, ist ein Indikator dafür, dass moderne westliche Ansichten chinesische Werte über den Haufen werfen...

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Noch einmal leben - Andrea Sixt
ELLE 11/2001

Andrea Sixt steht im Schlafzimmer ihrer Münchner Wohnung. Weihnachten ist vorüber, gerade ist sie aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie zieht ihren Pullover aus und stellt sich vor den großen Spiegel im Schlafzimmer und betrachtet ihren nackten Oberkörper. Die großgewachsene, blonde Frau ist noch leicht geschwächt von der Operation, der sie sich vor wenigen Tagen hat unterziehen müssen. Doch Schmerzen hat sie keine. Nur ein Ziehen, wenn sie den linken Arm hebt. Dort wurden ihr die Lymphknoten entfernt und das Gewebe muss erst wieder gedehnt werden. Andrea Sixt steht vor dem Spiegel und mustert ihren Körper. "Nackt stand ich da und strich langsam über die Stelle, an der sich meine linke Brust befunden hatte. Die nahezu glatte Fläche, durchkreuzt von einer Narbe, gerötet und leicht angeschwollen, war noch taub. Die Haut darüber spannte nicht, sondern war locker, und mit viel Phantasie konnte man, wenn man die Haut etwas nach oben schob, sogar einen winzigen Brustansatz deuten."

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